Marciana Marina

Nach Ende der Zeit, in der Piraten angriffen, und nach Erreichen der Unabhängigkeit von der Gemeinde Marciana im Jahre 1884 behauptet sich Marciana Marina als eigenständige Ortschaft und beginnt, sich um die beiden historischen Symbole seines Gebietes herum zu entwickeln: den pisanischen Turm aus dem 12. Jahrhundert und den historischen Ortskern “Il Cotone”, der um eine kleine Einbuchtung herum entstand, die Fischerbooten eine sichere Zuflucht bot.

Marciana Marina, vom Ausmaß her eine der kleinsten Gemeinden Italiens, zeichnet sich durch ihren historischen Kern aus, der noch immer vom “Cotone” mit seinen typischen bunten, dicht beieinander stehenden Häusern gebildet wird, die auf einem Vorsprung direkt am Meer liegen, durch die Kirche Santa Chiara im Zentrum und durch seine lange Strandpromenade mit für das 19. Jahrhundert typischen Gebäuden, wo jahrhundertealte, lange Reihen von Tamerisken wachsen, die bis zum Turm reichen.

Seine Berufung waren lange Zeit Ackerbau und Fischfang, aber seit die Insel von Touristen besucht wird, hat sich sowohl das Aussehen des Ortes als auch seine Wirtschaft radikal geändert.

Sehr interessant ist ein Besuch des Strandes von Bagno, wo sich früher eine von Elbas zahlreichen Fanganlagen für Thunfisch befand. Der Thunfischfang war nämlich für die Wirtschaft der Insel mit am wichtigsten. Thunfischprodukte wurden in großer Zahl verarbeitet und exportiert.

Der von Nordwesten bis Nordosten vollkommen zum Meer hin offene Ort ist nach der Errichtung des Deichs zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Laufe der Zeit ein wichtiger, sicherer Touristenhafen geworden, die letzte Station vor Korsika.

Markttag: Dienstag